KfW Förderung Neubau: Im Sinne der Nachhaltigkeit

 

 

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gilt bereits seit langer Zeit als wichtige Förderbank, wenn es um den Kauf und Bau von Immobilien geht. Da Nachhaltigkeit und Effizienz immer mehr in den Mittelpunkt der Gesellschaft rücken, passt auch die KfW Ihre Anforderungen zur Förderung stetig an. Welche Förderprogramme die KfW bietet und was diese umfassen, erklären wir von HESSKONZEPT Ihnen in diesem Artikel.

 

 

 

KfW Förderung Neubau: Wer ist die Kreditanstalt für Wiederaufbau?

 

 

Bei der KfW handelt es sich um eine deutsche Förderbank. Tatsächlich ist sie eine der Führenden weltweit. Bereits seit dem Jahr 1948 ist es ihr Ziel, wirtschaftliche, soziale und ökologische Lebensbedingungen zu verbessern und dementsprechend zu fördern. Wichtig zu wissen ist, dass es KfW-Förderprodukte in 2 Formen gibt: Direkt ausgezahlte Zuschüsse oder Kredite.

Im Jahr 2021 hat die KfW ein Fördervolumen von ganzen 107 Mrd. Euro zur Verfügung gestellt. Es können nicht nur Privatpersonen, sondern auch Unternehmen und öffentliche Einrichtungen Fördergelder beantragen. Angefangen bei Wohnimmobilien -und allem was diese betrifft-, fördert die KfW ebenso beispielweise Existenzgründungen, Weiterbildungsmaßnahmen oder soziale Organisationen. Innerhalb der Immobilienwirtschaft stehen Maßnahmen zum Klima- und Umweltschutz („Energieeffizient Sanieren“) im Fokus, aber auch Einbruchschutz, SmartHome und Barriere-Reduzierung. Die Förderbank ist somit sehr umfassend aufgestellt.

 

Kauf oder Bau einer energieeffizienten Immobilie: welche Porgramme gibt es?

 

 

Die KfW-Bank bietet Privatpersonen, die in Immobilien investieren möchten, sowohl Förderprogramme für den Kauf oder den Neubau an, als auch Programme für die verschiedensten Sanierungsmaßnahmen von Bestandsimmobilien. Im Folgenden wollen wir Ihnen Programme vorstellen, die sich auf den Kauf von Neubau und Bestandsimmobilien beziehen und die energieeffiziente Sanierung fokussieren.

 

Für den Kauf einer bestehenden Immobilie gibt es unterschiedliche Programmtypen: Man unterschiedet primär zwischen den KfW-Wohneigentumsprogrammen und dem KfW-Wohneigentumsprogramm für Genossenschaftsanteile.


KfW-Wohneigentumsprogramm 124:

Das KfW-Wohneigentumsprogramm 124 fördert den Kauf oder Bau eines Eigenheimes.

Dieses KfW-Programm kann bis zu einem Betrag von 100.000€ in Anspruch genommen werden. Förderfähig sind hier alle Personen, die ein Objekt kaufen oder bauen wollen, um selbst darin zu wohnen und es ist zudem mit anderen Förderprodukten der KfW kombinierbar.

 

KfW-Wohneigentumsprogramm -Genossenschaftsanteile 134:

Das KfW-Wohneigentumsprogramm für den Kauf von Genossenschaftsanteilen ermöglicht einen Förderkredit von bis zu 50.000€. Es ist für Privatpersonen geeignet, die Genossenschaftsanteile für selbst genutzten Wohnraum erwerben möchten.

 

Erneuerbare Energien- Programme 261, 270 und 433:

Neben allgemeinen Fördermaßnahmen für den Kauf von Bestandsimmobilien, subventioniert die KfW die Gestaltung von „effizienten“ Wohngebäuden.

Möchten Sie ein energieeffizientes Haus kaufen, bauen oder eine entsprechende Sanierung vornehmen? Dann ist das KfW-Programm 261 interessant für Sie. Der Förderkredit für ein Effizienzhaus beläuft sich hier auf bis zu 150.000 € je Wohneinheit.

Innerhalb des Programmes 270 erhalten Sie eine Förderung in Form eines Kredites für Strom und Wärme beispielsweise für Photovoltaik, Wasser und Biogas. Zudem können Sie einen Zuschuss für die innovative Energiegewinnung innerhalb des Programms 433 erhalten. Hier wird ein Zuschuss von bis zu 34.300€ je Brennstoffzelle vergeben.

 

KfW Förderung 2022: Fördermaßnahmen durch das Klimaschutzprogramm

 

 

Nachhaltigkeit und das umweltbewusste Leben werden in der Gesellschaft immer bedeutsamer. Da etwa 1/4 des CO2 Ausstoßes durch Gebäude und deren Energieversorgung entsteht, soll innerhalb des „Klimaschutzprogrammes 2030“ das Einsparpotenzial in Zukunft noch effizienter genutzt werden.

Die Bundesregierung hat in diesem Zuge die Förderrichtlinien für energieeffiziente Gebäude weiterentwickelt und somit die Vergabe von Fördermitteln für „Effizenzhäuser“ forciert. Bereits am 01.07.2021 ist die „Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)“ an den Start gegangen. Hier wird auf den Einsatz von erneuerbaren Energien und Maßnahmen zur Energieeinsparung gesetzt. Sie betrifft sowohl Wohn- als auch Nichtwohngebäude. Von der Eigentumswohnung über Ein- und Mehrfamilienhäuser bis hin zu Gewerbegebäuden, Krankenhäusern und Wohnheimen kann somit alles gefördert werden.

 

 

Doch was bedeutet überhaupt „Effizienzhaus“?

Es umfasst den technischen Standard, der beim Bau der Immobilie erfüllt werden muss, damit einer Förderung nichts im Weg steht. Er sagt im vereinfachten Sinne aus, einen in welchem Grad geringen Energieverbrauch ein Objekt im Vergleich zu einem Referenzobjekt hat. Ganz leicht verständlich: Je niedriger der angegebene Wert, desto energieeffizienter das Gebäude.

In der neuen Bundesförderung gibt es zusätzlich die Erneuerbare-Energien-Klasse (EE), welche voraussetzt, dass die Immobilie mindestens zu 55% durch erneuerbare Energieträger versorgt wird. Die Beantragung eines direkten Zuschusses ohne die Beanspruchung eines Kredites ist hier grundsätzlich möglich.

 

Doch wie steht es um KfW-Förderungen für Neubauten im Jahr 2022?

Die Voraussetzung für diese KfW Förderung im Neubau ist das Qualitätssiegel „Nachhaltiges Gebäude“. Es gilt als wichtiges Signal für nachhaltiges Bauen.

Das verheerende: Staatliche Fördergelder der KfW für energieeffiziente Neubauten sind bereits komplett ausgeschöpft. Eine Neuauflage der Förderung wurde Mitte April diesen Jahres gestartet und direkt wieder gestoppt, da bereits nach kürzester Zeit neue Anträge nicht mehr berücksichtigt werden konnten.

Während die KfW Förderungen im Neubaubereich für die Erneuerbare-Energien-Klasse bereits voll ausgeschöpft sind, werden seit April 2022 die Anträge für die Effizienzhaus-Stufe 40 mit Nachhaltigkeitsklasse fortgesetzt. Dieses Programm ermöglicht eine Neubauförderung nur in Kombination mit dem Qualitätssiegel für nachhaltiges Bauen (QNG).

KfW-Förderung Neubau: Was sind Energieffizienzklassen?

 

Möchten Sie einen Antrag auf eine KfW Förderung für einen Neubau stellen? Dann sollten Sie sich mit den verschiedenen Energieeffizienzklassen auseinandersetzen. Was ist also diese Effizienzhaus-Stufe 40, welche Sie beantragen können, um eine KfW Förderung für Ihren Neubau zu erhalten?

Wie bereits erwähnt, sagt EH-40 aus, dass das Gebäude, das nach diesem Standard errichtet wird, nur 40% der Energie benötigt, die von einem Referenzhaus verbraucht werden. Wenn es um Energieeffizienzklassen geht, gilt somit: Je kleiner die Zahl, desto energieeffizienter ist die Immobilie.

 

KfW Förderung Neubau: So wirken sich die neuen Regeln aus

 

Neu hinsichtlich der KfW Förderungen für Neubau ist, dass die Fördersätze für Bauprojekte halbiert wurden. Daraus ergibt sich, dass ein EH-40 Gebäude mit nur noch 10 % des maximalen Kreditbetrags von 150.000 € bezuschusst werden kann. Das bedeutet, dass Sie maximal 15.000 € als KfW Förderung für Ihren Neubau erhalten. Häuser mit EH-40-Nachhaltigkeitsklasse können mit bis zu 12,5 %, also mit bis zu 18.750 € bezuschusst werden.

Auch die Förderbedingungen sind neu. All das im Sinne der Nachhaltigkeit: Gasheizungen in Neubauten werden durch die KfW nun nicht mehr gefördert, da sie wenig effizient und nachhaltig sind. Dazu kommt, dass EH-55 Gebäude nicht mehr gefördert werden. Dieser Energiestandard, der vor nicht allzu langer Zeit noch gang und gäbe war, ist heute nicht mehr förderfähig.

Diese Änderung der KfW Förderung für den Neubau betrifft übrigens nicht nur neue Bauvorhaben, sondern auch alle Bauherren, die ein solches Effizienzhaus geplant, aber den Antrag noch nicht eingereicht haben. Gleiches gilt für die Anträge, die bis zum 24. Januar, also zum Ende der Förderung, nicht mehr bewilligt wurden.

KfW Förderung Neubau: Wie bekommt man eine Förderung 2022?

 

Sie möchten ein energieeffizientes Gebäude bauen und dafür eine KfW Förderung für den Neubau erhalten? Dann gilt es einen entsprechenden Antrag zu stellen. Dieser muss vor dem eigentlichen Baubeginn eingereicht werden.

Wie bereits erwähnt, muss der Neubau die Effizienzstufe EH-40 erreichen. Das können Bauherren über verschiedene Wege erreichen – vor allem der Baustil spielt eine Rolle. Aus diesem Grund wird jeder Antrag durch einen Energiesachverständigen geprüft.

Damit dokumentiert werden kann, ob die gewünschte Energieeffizienzstufe erreicht wird, ist eine enge Zusammenarbeit mit diesem zertifizierten Energiesachverständigen notwendig. Unter Angabe von spezifischen Daten wird das Energielevel des Gebäudes berechnet. Anschließend wird Ihnen ein Dokument ausgehändigt, welches die grundsätzliche Förderfähigkeit bei der Bank bescheinigt.

Fazit

 

Die aktuellen KfW Förderungen betreffen sowohl den Neubau als auch den Kauf bestehender Immobilien. Welches Programm am besten zu Ihrem Vorhaben passt, muss individuell entschieden werden. In jedem Fall dreht sich bei der KfW im Jahr 2022 alles um Nachhaltigkeit und Energieeffizienz.

 

Möchten Sie eine Immobilie kaufen oder bauen? Dann macht es sicherlich Sinn sich mit den verschiedenen Förderprogrammen der KfW intensiver auseinandersetzen. Vor allem die KfW Förderung für Neubauten lohnen sich in vielen Fällen.

 

Haben Sie noch Fragen zur Baufinanzierung oder zum Immobilienkauf? Wir von HESSKONZEPT unterstützen Sie gerne bei allen Fragen rund um das Thema. Profitieren Sie von unserer langjährigen Erfahrung im Bereich Immobilien und unserem Know-how. Treten Sie einfach in Kontakt mit uns – wir freuen uns auf Sie!